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Türen im Bundestag: Der Andachtsraum

Im Deutschen Bundestag wird viel geredet, diskutiert, auch gestritten. Aber hier nicht. Hier ist es ganz still. Das ist der Andachtsraum des Parlaments. Andacht nennt man einen kurzen Gottesdienst oder auch ein Gebet in Gedanken. Es handelt sich also um einen religiösen Raum. Dorthin können die Bundestagsabgeordneten kommen, um zur Ruhe zu kommen und zu beten, wenn sie das möchten.

Der Andachtsraum ist nicht nur für eine bestimmte Religion gedacht, sondern für alle. Egal ob jemand Christ ist, Jude, Muslim oder irgendeiner anderen Religion angehört – er ist hier willkommen. Deshalb findet man hier auch nicht viele religiöse Symbole wie zum Beispiel Jesus-Figuren. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen, weil seine Religion nicht vertreten ist. Der Raum ist ganz schlicht gehalten.

Ein paar religiöse Gegenstände gibt es aber doch zu sehen. Das sind Geschenke, die dem Bundestag im Laufe der Jahre gemacht wurden: Instrumente, Malereien, Gebetstücher und anderes. Manches davon stammt von berühmten Menschen. Zum Beispiel vom letzten Papst oder vom Dalai Lama, der in Tibet den Buddhismus vertritt. Der Buddhismus ist eine Religion, die vor allem in Asien verbreitet ist. 

Den Andachtsraum gibt es schon seit 20 Jahren. Seit der Bundestag von Bonn in das Reichstagsgebäude in Berlin umgezogen ist. Mehr über die Geschichte des Gebäudes erfährst du in unserem Video
(26.8.2019)

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