Overlay

Was passierte am 17. Juni?

Der 17. Juni ist ein wichtiges Datum für Deutschland. Lange Zeit war das sogar ein Feiertag. Allerdings nur im Westen Deutschlands. Du weißt vielleicht, dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg lange in zwei Teile geteilt war: in die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik, kurz DDR genannt. Eine streng bewachte Grenze trennte die beiden Teile. 

In der DDR waren die Menschen nicht frei. Sie durften zum Beispiel das Land nicht einfach verlassen. Sie durften auch ihre Meinung nicht frei äußern, sondern mussten Angst haben, deswegen verfolgt zu werden. Irgendwann fingen die Menschen in der DDR an, sich dagegen zu wehren. Zum ersten Mal taten sie das am 17. Juni 1953.

Eine Million Menschen ging damals auf die Straße, um zu demonstrieren. Die Machthaber der DDR ließen die Demonstration mit Panzern gewaltsam beenden. Dabei wurden viele Menschen verletzt und sogar getötet. Die DDR-Regierung gab das aber nicht zu. In der DDR durfte niemand öffentlich an den 17. Juni erinnern. Es dauerte lange, bis die Menschen sich wieder trauten zu demonstrieren.

Erst 1989 gingen wieder so viele Leute auf die Straße. Ihr Protest führte dazu, dass die Grenze geöffnet wurde. So wurde Deutschland wieder zu einem Land. Seitdem feiern wir den 3. Oktober als Nationalfeiertag, als „Tag der Deutschen Einheit“, denn an diesem Tag kam es zur Wiedervereinigung.

Trotzdem gedenken wir heute noch der mutigen DDR-Bürger, die sich am 17. Juni 1953 trauten, für ihre Freiheit zu demonstrieren. Auch der Bundestag tut das diese Woche. Mehr zum 17. Juni, zur Geschichte der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands erfährst du auf der Kinder-Politik-Seite hanisauland

(17.6.2020)

Auf dieser Seite sind im Moment keine Elemente zum Vorlesen markiert.
Karlchen
Karlchen
Willst du das Spiel wirklich beenden?