(25.05.2026) Wenn ein Kind geboren wird, haben Eltern immer viel zu tun. Sie kümmern sich um das Baby, schlafen oft wenig und sie müssen viele Dinge regeln.
Die Bundesregierung will ihnen etwas Arbeit abnehmen. Es geht um das Kindergeld. Das ist Geld vom Staat, das Familien unterstützen soll. Bisher müssen Eltern Kindergeld beantragen. Dafür müssen sie Angaben machen und Formulare ausfüllen. Die Bundesregierung schlägt nun vor: In Zukunft soll das Kindergeld in manchen Fällen auch ohne Antrag kommen.
Kindergeld bald ohne Antrag? (2 von 3)
Das klappt aber nur, wenn die Familienkasse schon genug Informationen über die Familie hat. Die Familienkasse ist die Stelle, die das Kindergeld auszahlt. Sie braucht zum Beispiel diese Infos: Ein Kind wurde geboren. Die Familie darf Kindergeld bekommen. Es gibt ein Konto, auf das das Geld überwiesen werden kann.
Diese Daten liegen oft schon bei anderen Behörden. Die Familienkasse soll sie deshalb dort abfragen dürfen. So müssten Eltern nicht alles noch einmal selbst melden.
Kindergeld bald ohne Antrag? (3 von 3)
Trotzdem soll die Familienkasse alles prüfen. Denn das Geld darf nicht falsch oder doppelt ausgezahlt werden. Am Anfang soll die neue Regel vor allem Familien helfen, die schon Kindergeld für ein älteres Kind bekommen. Später soll sie auch für das erste Kind gelten.
Noch ist das Gesetz nicht beschlossen. Der Bundestag muss darüber beraten und entscheiden. Stimmen die Abgeordneten zu, soll die neue Regel ab dem 1. Januar 2027 gelten. Für viele Eltern würde das heißen: weniger Formulare in einer Zeit, in der sowieso schon viel los ist.