Hintergrund
Hintergrund

Abgeordnete

Abgeordnete vertreten unsere Interessen im Bundestag. Schließlich kann nicht jeder einzelne der Regierung sagen, was er von einem Gesetz hält oder welche Veränderungen er sich wünscht. Alle vier Jahre dürfen die Bürgerinnen und Bürger eine Person aus ihrer Region bestimmen, die als Abgeordneter in den Bundestag einziehen darf. Es arbeiten 630 Abgeordnete aus ganz Deutschland in Berlin. Die Männer und Frauen gehören fast immer Parteien an. Sie nehmen an den Sitzungen im Bundestag teil, entscheiden über Gesetze und kontrollieren die Arbeit der Bundesregierung. Außerdem wählen die Abgeordneten den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin.

 

Ausschuss

Ein Ausschuss oder Fachausschuss ist eine Arbeitsgruppe, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigt. Hier sitzen Abgeordnete verschiedener Parteien zusammen und bereiten neue Gesetze zu ihrem Thema vor. Die Abgeordneten in den Ausschüssen versuchen außerdem, Lösungen zu finden, wenn Parteien unterschiedlicher Meinung sind. Sie besprechen die Vorschläge des Parlaments und geben eine Empfehlung. Das erleichtert dem Bundestag die Entscheidungen. Mehr erfährst du hier.

 

 

 

 

 

Bundeskanzler / Bundeskanzlerin

Jede Regierung braucht einen Chef. In Deutschland sagen wir dazu Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin, wenn es sich um eine Frau handelt. Im Moment ist Angela Merkel unsere Bundeskanzlerin. Sie ist die erste Frau in diesem wichtigen Amt. Der Bundeskanzler wird immer von den Abgeordneten des Bundestages gewählt, so auch Angela Merkel. Die Amtszeit dauert normalerweise vier Jahre. Zum Bundeskanzler kann jeder gewählt werden, der volljährig ist und einen deutschen Pass hat. Angela Merkel arbeitet im Bundeskanzleramt in Berlin, einem Gebäude in der Nähe des Bundestages. Von dort lenkt sie mit ihren Ministerinnen und ihren Ministern die Politik.

 

 

Bundesland

Deutschland ist in 16 Regionen aufgeteilt, die Bundesländer genannt werden. Manchmal spricht man auch einfach von den „Ländern“. Weißt du, wie das Bundesland heißt, in dem du lebst? Jedes Bundesland hat auch ein eigenes Landesparlament und eine Regierung. Bei vielen Entscheidungen, zum Beispielbei der Schulpolitik kann die Landesregierung selbst entscheiden, was in ihrem Bundesland geschieht. Andere Themen, wie zum Beispiel, ob wir Soldaten in ein fremdes Land schicken, werden vom Bund für ganz Deutschland entschieden. Diese Teilung der Verantwortung nennt man Föderalismus. Das Wort stammt vom lateinischen Wort „foedus“, das heißt „Bündnis“, „Staatsvertrag“.

 

Bundesminister / Bundesministerin

Die Bundesminister sitzen in der Bundesregierung und sind die wichtigsten Mitarbeiter der Bundeskanzlerin. Sie darf auch entscheiden, wer ein Ministerium leiten soll. Ein Minister ist immer für einen bestimmten Fachbereich verantwortlich – zum Beispiel für die Umwelt-, Familien- oder Verkehrspolitik. Die Minister und Ministerinnen sorgen dafür, dass in ihrem Bereich alles so gemacht wird, wie es das Parlament beschlossen hat. Außerdem dürfen sie neue Gesetze vorschlagen.

 

Bundespräsident / Bundespräsidentin

Der Bundespräsident ist unser Staatsoberhaupt! Er vertritt Deutschland in anderen Ländern und hält wichtige Reden. Außerdem muss er alle neuen Gesetze prüfen und unterschreiben. Erst dann sind sie gültig. Und er ernennt den Bundeskanzler und alle Minister. Unser Bundespräsident heißt Frank-Walter Steinmeier. Er wurde am 12. Februar 2017 von der Bundesversammlung für fünf Jahre gewählt. Natürlich kann in Deutschland auch eine Frau Bundespräsidentin werden.

 

 

 

 

 

 

Bundesrat

Deutschland ist in 16 Bundesländer eingeteilt, wie Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg. Vertreter dieser Länder sitzen im Bundesrat. Der Bundesrat hat 69 Mitglieder. Dort sind sie an wichtigen politischen Entscheidungen beteiligt. So beraten die Männer und Frauen über neue Gesetze und können diese auch ablehnen. Dabei bedenken die Mitglieder des Bundesrates, was die Menschen in ihrem Bundesland möchten. Damit ein Gesetz für alle Bundesländer gültig wird, muss der Bundesrat zustimmen. Bundesländer mit vielen Einwohnern dürfen mehr Sprecher in den Bundesrat nach Berlin schicken. Bayern hat zum Beispiel sechs Vertreter. Das Saarland hat nur drei, weil dort weniger Menschen leben.

 

Bundesregierung

Die Bundesregierung leitet den Staat. Sie besteht aus der Bundeskanzlerin sowie ihren Ministern und Ministerinnen. Außerdem gehört noch der Chef des Bundeskanzleramts dazu, der besondere Aufgaben hat. Gemeinsam bestimmen sie die Richtung der Politik in Deutschland und treffen die wichtigsten Entscheidungen. Die Regierung kann neue Gesetze vorschlagen, über die dann der Bundestag abstimmt. Sie muss außerdem dafür sorgen, dass die vom Bundestag beschlossenen Gesetze umgesetzt werden. Wenn alle Mitglieder der Bundesregierung gemeint sind, spricht man auch von „Bundeskabinett“.

 

Bundestag

Der Bundestag ist das Parlament von Deutschland. Er tagt in Berlin, das heißt die Abgeordneten kommen im Reichstagsgebäude zusammen und sprechen über die Politik in Deutschland. Im Bundestag sind das 630 Abgeordnete. Sie gehören vier verschiedenen Fraktionen an: CDU/CSU, SPD, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen. Die Männer und Frauen aus einer Fraktion sitzen im Plenarsaal zusammen und vertreten meist dieselbe Meinung. Der Bundestag hat mehrere wichtige Aufgaben. Er wählt den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin. Die Abgeordneten sind außerdem automatisch Mitglieder der Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten wählen. Außerdem kontrolliert der Bundestag die Regierung und entscheidet über neue Gesetze.

 

Bundestagspräsident

Der Bundestagspräsident ist der Chef des Bundestags. Nach dem Bundespräsidenten hat er das zweithöchste Amt in Deutschland. Er leitet nicht nur die Sitzungen der Abgeordneten im großen Plenarsaal. Er vertritt auch den Bundestag nach außen und ist verantwortlich für die Arbeit der Bundestagsverwaltung. Immer wenn ein neuer Bundestag von den Bürgern gewählt wurde, wählen die Abgeordneten ihren Präsidenten in einer geheimen Wahl. Seit Oktober 2005 ist Norbert Lammert von der CDU der Bundestagspräsident. Da er nicht alle Aufgaben alleine schaffen kann, hat er sechs Stellvertreter und Stellvertreterinnen.

 

Bundestagswahl

Bei der Bundestagswahl bestimmen die Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland, wer im Bundestag arbeiten soll. Sie wählen ihre Abgeordneten. Alle vier Jahre wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Jeder Erwachsene über 18 Jahre darf bei der Wahl mitmachen. Auf dem Wahlzettel kreuzt man zwei Sachen an: Erstens eine Person, die man sich als Abgeordneten wünscht. Und zweitens eine Partei, von der man glaubt, dass sie die richtige Politik macht. Die Personen und Parteien mit den meisten Kreuzchen dürfen im Bundestag mitbestimmen.

 

Bundesversammlung

Die Bundesversammlung hat nur eine einzige Aufgabe: die Wahl des Bundespräsidenten. Die Hälfte der Wahlmänner und Wahlfrauen sind die Bundestagsabgeordneten. Die andere Hälfte wird von den Landesparlamenten bestimmt. Das können auch berühmte Sportler oder Schauspieler sein.

 

Demokratie

Anstatt eines einzigen Herrschers oder Königs, der alles allein bestimmt, haben viele Länder die Demokratie. Deutschland auch. Das Wort Demokratie bedeutet „Herrschaft des Volkes“. Das heißt, jeder Bürger hat die gleichen Rechte und natürlich auch Pflichten. Wir dürfen unsere Meinung sagen, uns mit anderen treffen und uns informieren. Außerdem können wir mit den Bundestagswahlen selbst bestimmen, von welchen Politikern und Parteien wir eine Zeitlang regiert werden wollen. Dabei gilt: Was die meisten wollen, wird gemacht.

 

 

 

Diäten

Mit Diäten sind die Löhne der Abgeordneten gemeint. Da die Abgeordneten an den Versammlungen des Bundestags und an vielen anderen Arbeitstreffen teilnehmen müssen, haben sie keine Zeit mehr, in ihrem eigentlichen Beruf zu arbeiten. Manchmal werden Diäten deshalb auch „Entschädigung“ genannt.

 

Erststimme

Bei der Bundestagswahl müssen die Wählerinnen und Wähler zwei Kreuze auf ihrem Wahlzettel machen. Das erste Kreuzchen ist für einen Abgeordneten aus ihrer Region, den sie gut finden. Das nennt man Erststimme. Das zweite Kreuzchen machen die Wähler neben dem Namen einer Partei, von der sie glauben, dass sie die richtige Politik macht und deshalb im Bundestag vertreten sein sollte. Diese nennt man Zweitstimme.

 

 

Fraktion

Eine Fraktion ist eine Gruppe von Abgeordneten. Sie schließen sich zusammen, weil sie in vielen Dingen dieselbe Meinung haben. Als Gruppe können sie mehr erreichen, als ein Abgeordneter allein. Zum Beispiel bei Abstimmungen über ein Gesetz. Zurzeit gibt es vier Fraktionen im Bundestag: CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Sie heißen wie die großen Parteien in Deutschland. Ein Sonderfall ist die CDU/CSU-Fraktion. Hier haben sich zwei Parteien, CDU und CSU, zu einer Fraktion zusammengeschlossen. Fast alle Abgeordneten gehören zu einer Fraktion. Denn gemeinsam sind sie stärker und dürfen zum Beispiel einen Vorschlag für ein neues Gesetz machen. Abgeordnete, die in keiner Fraktion sind, dürfen das nicht. Mehr erfährst du hier.

 

 

Gesetz

Gesetze legen fest, was wir dürfen und was nicht. Zum Beispiel, dass man nicht stehlen darf. Daran müssen sich alle Bürgerinnen und Bürger halten. Denn wenn Menschen friedlich zusammen leben wollen, kann nicht jeder machen, was er will. Gesetze sind also wie Spielregeln. Und wenn für jeden die gleichen Regeln gelten, ist das gerecht. Die wichtigsten Gesetze stehen in einem dicken Buch, dem Gesetzbuch. Die Gesetze, die überall in Deutschland gelten, werden vom Bundestag und Bundesrat beschlossen. Wie ein Gesetz entsteht, erfährst du hier.

 

 

Gesetzentwurf

Wenn es ein neues Gesetz geben soll, braucht man dafür erst einmal eine Idee. Zum Beispiel, dass die Leute Plastikflaschen zurückgeben sollen, anstatt sie in den Müll zu werfen. Diese Idee wird genau aufgeschrieben. Das nennt man einen Gesetzentwurf. So einen Entwurf darf die Bundesregierung, eine Gruppe von Abgeordneten oder der Bundesrat vorstellen. Der Gesetzentwurf wird dann im Bundestag besprochen. Manchmal gibt es auch Streit darüber. Dann muss der Gesetzentwurf noch einmal geändert werden. Wie aus der ersten Idee schließlich ein Gesetz wird, erfährst du hier.

 

 

Gesetzgeber

In Deutschland ist der Bundestag in Berlin unser Gesetzgeber. Dort beraten die Abgeordneten, welche neuen Gesetze es geben könnte. Oder welche älteren Gesetze verändert werden müssen, damit sie in die heutige Zeit passen. Zum Schluss stimmen alle Abgeordneten ab, ob das neue Gesetz so gelten soll. Auch der Bundesrat muss zustimmen. Das sind die Chefs der Bundesländer.

 

Kabinett

Kabinett ist das kurze Wort für Bundeskabinett. Damit sind die Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre engsten Mitarbeiter, die Minister und Ministerinnen, gemeint. Kabinett bedeutet eigentlich „kleiner Raum“ und ist auch eine Bezeichnung für eine kleine Gruppe von Beratern.

 

 

Kinderkommission

Zwar dürfen Kinder in der Politik noch nicht mitbestimmen. Gesetze werden aber auch für die Kinder in Deutschland gemacht. Deshalb wurde 1988 im Bundestag die Kinderkommission gegründet. Sie wird kurz KiKo genannt. Die KiKo besteht aus vier Politikerinnen und Politikern, die aufpassen, dass bei all den komplizierten Gesetzen die Kinder nicht zu kurz kommen. Mehr über die KiKo erfährst du hier

 

 

 

Koalition

Eine Koalition ist ein Bündnis von mehreren Parteien. Diese sprechen sich ab, dass sie für eine Zeit zusammenhalten und zusammen Ziele umsetzen. Warum machen sie das? Wenn eine Partei in Deutschland regieren will, braucht sie die Mehrheit im Bundestag. Denn neue Gesetze werden nur umgesetzt, wenn die Mehrheit beim Abstimmen dafür stimmt. Nun ist es aber selten so, dass eine Partei mehr als die Hälfte der Sitze im Bundestag gewinnt. Daher müssen sich meistens zwei oder mehrere Parteien zusammentun, um gemeinsam eine Mehrheit zu haben. Dann können sie zusammen regieren. Diese Parteien bilden dann eine Koalition. Sie sind also bis zur nächsten Wahl eine Gemeinschaft. In einem Koalitionsvertrag halten sie fest, welche gemeinsamen Pläne und Ziele sie haben.

 

Kuppelkucker

Kuppelkucker ist die Internetseite, auf der du dich gerade befindest. Diese Seite ist vom Deutschen Bundestag für Kinder gemacht. Wozu? Kinder können hier lernen, wie das deutsche Parlament funktioniert, wie Gesetze gemacht werden und was Demokratie bedeutet. Damit das für Kinder gut verständlich ist und nebenbei sogar Spaß macht, führt die Figur Karlchen Adler durch die Texte, Bilder und Spiele auf Kuppelkucker. Schau dich ruhig weiter um! 

 

Lesung

Im Bundestag wird über jedes Gesetz dreimal beraten und abgestimmt. Das heißt Lesung. Bei der ersten Lesung im Bundestag wird eine Idee für ein neues Gesetz, der Gesetzentwurf, vorgestellt. Ein Abgeordneter und Minister erklärt, warum es das neue Gesetz geben soll. Die Abgeordneten können dann ihre Meinung sagen. Danach berät ein Ausschuss über den Entwurf. Die Abgeordneten dieses Ausschusses befragen auch Fachleute. In der zweiten Lesung wird noch einmal über das Gesetz beraten. Oft sieht der Entwurf jetzt etwas anders aus, weil die Fachleute den Abgeordneten Tipps gegeben haben. Dann folgen noch eine dritte Lesung und die Abstimmung.

 

 

Mandat

Mandat ist ein anderes Wort für „Auftrag“. Deshalb sagt man, dass die Abgeordneten von den Bürgerinnen und Bürgern ein Mandat bekommen haben. Mit der Wahl geben sie nämlich ihrem Abgeordneten den Auftrag, sich für die Interessen der Menschen einzusetzen.

 

Minister

Die Minister und Ministerinnen gehören zur Regierung. Für jedes wichtige Thema hat die Regierung eine Abteilung, ein so genanntes Ministerium. Die Chefs nennt man Minister oder Ministerin. Sie und ihre Mitarbeiter sorgen dafür, dass in ihrem Bereich alles so gemacht wird, wie es das Parlament beschlossen hat. Außerdem dürfen sie neue Gesetze vorschlagen. Ein Ministerium kümmert sich besonders um die Belange von Kindern. Es heißt Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es gibt übrigens auch Landesminister und Landesministerinnen: Das sind Leiter der verschiedenen Abteilungen in den Bundesländern.

 

Obleute

Im Bundestag gibt es verschiedene Ausschüsse. Das sind Gruppen von Abgeordneten, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Zum Beispiel mit Fragen zur Bildung, zum Verkehr oder zur Gesundheit. In jedem Ausschuss sitzen Politiker aller Fraktionen zusammen. Jede Fraktion benennt einen Obmann oder eine Obfrau. Die Obleute dürfen mehr bestimmen als die anderen. Sie planen die Treffen des Ausschusses, bestimmen gemeinsam, worüber gesprochen wird, und sprechen bei den Beratungen für ihre Fraktion. Mehr über die Arbeit der Ausschüsse erfährst du hier.

Opposition

Es haben nicht immer alle die gleiche Meinung. Das wäre ja auch langweilig. Jemand muss auch mal sagen: Nein, das sehe ich anders! Im Bundestag macht das oft die Opposition. Die Opposition besteht aus den Fraktionen, die nicht bei der Bildung der Regierung mitgemacht haben. Und die auch nicht die Kanzlerin oder den Kanzler mit gewählt haben. Aufgabe der Opposition ist es, die Entscheidungen der Regierung zu kontrollieren und auch mal zu kritisieren. Und Vorschläge zu machen, wie man es anders machen könnte. 

 

 

 

Parlament

Politikerinnen und Politiker, die von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt wurden, nennt man Abgeordnete. Alle Abgeordneten zusammen sind das Parlament. Weil sie den Willen des Volks vertreten, sagt man zum Parlament auch Volksvertretung. Das Parlament trifft sich regelmäßig. Dann halten die Abgeordneten Reden und stimmen über neue Gesetze ab. In Deutschland gibt es viele Parlamente. Zum Beispiel in Gemeinden, Städten und den Bundesländern. Das Parlament, das aber für das ganze Land zuständig ist, ist der Deutsche Bundestag.

 

 

Partei

Eine Partei ist eine Gruppe von Leuten, die eine ähnliche politische Meinung haben. Die Parteien wollen möglichst viele Menschen für ihre Meinung begeistern. In einer großen Gruppe kann man schließlich mehr erreichen als alleine. Wenn man gut findet, was die Partei macht, kann man ihr beitreten und helfen. Oder man wählt die Partei bei der Bundestagswahl. In Deutschland gibt es größere Parteien, denen viele Menschen angehören, und viele kleinere. Die größten und bekanntesten sind im Bundestag vertreten: CDU, CSU, SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei FDP ist seit der Bundestagswahl 2013 nicht mehr im Bundestag vertreten, aber noch in vielen Landtagen.

 

 

Petition

Petition ist das lateinische Wort für „Antrag“ oder „Bitte“. In der Politik ist damit ein Vorschlag oder eine Beschwerde gemeint. In Deutschland darf jeder einen Vorschlag oder eine Beschwerde an den Bundestag, den Bundespräsidenten oder eine Behörde schreiben. Auch du. Zum Beispiel wenn du ein Gesetz ungerecht findest. Im Bundestag kümmert sich eine eigene Abteilung um die Petitionen der Menschen: der „Petitionsausschuss“. Er kann zwar nicht jede Bitte erfüllen. Die wichtigsten werden von den Politikern aber besprochen und ein Gesetz manchmal sogar deswegen geändert. Sehr wirksam sind Petitionen, für die jemand viele Unterschriften gesammelt hat.

 

Plenarsaal

Der Plenarsaal ist der größte und wichtigste Raum des Bundestags. Er ist im Reichstagsgebäude in Berlin. Im Plenarsaal treffen sich die 630 Abgeordneten und reden über neue Gesetze. Dabei sitzen sie im Halbkreis um das Pult, an dem der Redner steht. Für Zuschauer sind extra Sitzreihen reserviert, denn der Bundestag tagt öffentlich. Auch Berichterstatter von Zeitungen, Internetredaktionen und Fernsehen dürfen zuhören. Der Plenarsaal ist so hoch, dass man von fast allen Stockwerken des Gebäudes hineinsehen kann. Durch eine hohe Kuppel fällt Tageslicht hinein. An der Glaswand vorne hängt ein riesiger Adler: der Bundesadler. Er ist das Wappentier von Deutschland. Mehr über den Plenarsaal und wer genau wo sitzt, erfährst du hier.

 

Plenum

Plenum bedeutet „vollzählige Versammlung“. Ein Plenum ist ein Treffen, bei dem möglichst alle Mitglieder da sind. Wenn der Bundestag im Plenarsaal tagt, dürfen alle Abgeordneten dabei sein. Deshalb sagt man dazu Plenum. Im Gegensatz dazu sind in den Ausschusssitzungen nur die Mitglieder des Ausschusses anwesend. Oft spricht man auch vom Plenum, wenn man einfach die anwesenden Abgeordneten meint.

 

Sitzung

Bestimmt hast du schon eine Vermutung, womit das Wort Sitzung zu tun hat? Genau: sitzen. Damit ist ein Treffen gemeint, bei dem alle in einem Raum zusammensitzen – und reden. Im Bundestag treffen sich die Abgeordneten regelmäßig in Sitzungen, um über neue Gesetze zu sprechen. Oft sitzen sie zusammen im Plenarsaal. Oder die Abgeordneten treffen sich in den Räumen ihrer Ausschüsse. Auch das sind Sitzungen.

 

 

Sitzungswochen

Die Abgeordneten arbeiten nicht die ganze Zeit im Bundestag. Sie fahren nur für bestimmte Wochen im Jahr nach Berlin. In diesen Wochen nehmen die Abgeordneten an den Sitzungen des Parlaments teil. Deshalb nennt man diese Wochen Sitzungswochen. Jedes Jahr gibt es etwa 20-25 solcher Sitzungswochen. In der übrigen Zeit des Jahres arbeiten die Abgeordneten in ihrer Heimat, wo sie von den Bürgerinnen und Bürgern zum Abgeordneten gewählt wurden. Dort erfahren sie, was die Bürger ärgert oder welche Wünsche sie haben.

 

Untersuchungsausschuss

Wenn etwas schiefläuft, will man wissen, wer schuld ist. Und wie man die Sache beim nächsten Mal besser machen kann. Auch bei Politikern, Ämtern oder in Ministerien kann es zu Missständen kommen. Wenn dieser Verdacht besteht, kann der Bundestag eine Gruppe von Abgeordneten damit beauftragen, die Sache zu untersuchen. Diese Gruppe nennt man dann einen Untersuchungsausschuss. Er wird dann eingerichtet, wenn mindestens ein Viertel aller Abgeordneten das will. Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses befragen Zeugen und Experten, um die Wahrheit herauszufinden. Am Ende veröffentlichen sie die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in einem Bericht. Der Ausschuss kann aber niemanden verurteilen und bestrafen wie ein Richter. Wenn jemand also wirklich gegen das Gesetz verstoßen hat, dann kommt derjenige vor ein richtiges Gericht.

Vermittlungsausschuss

Bevor ein Gesetz in ganz Deutschland gelten kann, muss auch der Bundesrat einverstanden sein. Im Bundesrat arbeiten Politiker, die die 16 Bundesländer vertreten. Sie überlegen, ob ein Gesetz für ihr Bundesland sinnvoll ist. Wenn sie gegen ein neues Gesetz sind, das der Bundestag aber unbedingt haben will, kann es Streit geben. Der Vermittlungsausschuss hilft, den Streit zu schlichten. Zum Vermittlungsausschuss gehören 16 Mitglieder vom Bundestag und 16 vom Bundesrat. Gemeinsam versuchen sie das Gesetz so zu ändern, dass beide Seiten am Schluss doch einverstanden sind.

 

Wahlkreis

Ganz Deutschland ist in 299 Wahlkreise aufgeteilt. In jedem Wahlkreis können sich Männer und Frauen für eine Wahl aufstellen lassen. Meistens entscheiden aber die Parteien, wer Kandidat werden soll. Alle, die in dem gleichen Wahlkreis wohnen und wählen dürfen, können sich dann für ihren Vertreter entscheiden. Wer die meisten Stimmen bei der Wahl bekommt, hat gewonnen und wird Abgeordneter. Die Wahlkreise sind so aufgeteilt, dass in allen ungefähr gleich viele Menschen wohnen.

 

 

Zweitstimme

Bei der Bundestagswahl müssen die Wählerinnen und Wähler zwei Kreuze auf ihrem Wahlzettel machen. Das erste Kreuzchen ist für einen Abgeordneten aus ihrer Region, den sie gut finden. Das nennt man Erststimme. Das zweite Kreuzchen ist die Zweitstimme. Das machen sie neben dem Namen einer Partei, von der sie glauben, dass sie die richtige Politik macht und deshalb im Bundestag vertreten sein sollte.

 

 

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